Wie viel Müll verursachst du?

Heute ist Tag 1 meiner Müllchallenge, die Idee kam mir vor ein paar Wochen, als ich vom Fotoprojekt von Gregg Segal erfahren habe. Er hat Leute fotografiert, die für ihn im Müll von 7 Tagen (unbedingt ansehen!) posiert haben.

Um mir einen Maßstab für die Challenge zu setzen, habe ich mich informiert, wie viel Müll in Deutschland pro Kopf so anfällt. Laut Statistikamt sind das ca. 610 kg pro Person pro Jahr (Tendenz steigend), also ca. 1,7 kg pro Tag oder gute 50 kg pro Monat. Ganz interessant finde ich folgende Information: „Allein Deutschland sorgt bei einer Müll-Quote von 611 Kilogramm je Bürger für 50 Millionen Tonnen Abfall – das sind rund 20 Prozent des Gesamtaufkommens in der EU“ (zit. Focus). So viel?

Worin besteht diese Menge an Müll? Ca. 37% wandert in die graue Tonne, 32% sind Wertstoffe wie Papier, Verpackungen oder Glas, 25% Bioabfall und 6% Sperrmüll (Quelle: n24). Hierzulande werden also ca.  2/3 wiederverwertet oder kompostiert. An die eigene Nase fassen sollten wir uns aber schon.

Verpackungen mit dem grünen Punkt, Kunststoffe, Metalle (Gelber Sack / kombinierte Wertstofftonne), Papier (Blaue Tonne) und Bioabfälle (Braune Tonne) fallen also nicht unter die verbleibenden 37 % Restmüll, ebenso wenig wie Altglas, Altkleider, Sperrmüll, Elektrogeräte, Schadstoffhaltige Abfälle und sonstiges Brimborium.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe der Kommunen kalkulieren mit ca. 30 l bis 40 l Volumen für die Graue Tonne pro Bundesbürger und Woche. Sollte Otto Normalverbraucher alle Recyclingmöglichkeiten der Kommune in Anspruch nehmen, könne er aber seinen Restmüll auf 15 l in vier Wochen reduzieren (laut Entsorgung Dortmund).

Meiner Einschätzung nach verursache ich eher unterdurchschnittlich viel Hausmüll. Es sollten sich also max. 15 Liter Restmüll über die nächsten 30 Tage ansammeln, und aufgrund meiner anhaltenden „Plastikdiät“ auch relativ wenig Leichtverpackung. Anfallenden Bioabfall und Altpapier (bei mir in großen Mengen), werde ich nicht weiter berücksichtigen (wäre bei ersterem auch ein wenig unappettitlich).

 

Nebenbemerkung: Für Italien ist das kommunale Abfallvolumen pro Person pro Jahr niedriger als in Deutschland und liegt „nur“ bei ca. 530 kg. So ganz kann ich daher diesen Statistiken nicht trauen, denn mein Gefühl sagt mir da etwas anderes…

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