100 Schritte in ein plastikfreies Leben – Teil 1

So lautet zumindest der Artikel von Beth auf dem Blog My Plastik Free Life: 100 steps to a plastic-free life.

In ein plastik-befreites Leben habe ich im letzten Jahr viellicht schon mehr als 100 Schritte getan. Aber man lernt nie aus, und lässt sich gerne inspirieren, oder? Also mal sehen, was Beth uns rät. Die Liste von 100 Punkten ist ziemlich lang, weshalb ich sie in 3 Etappen abarbeiten werde. In Punkt 1-29 spricht Beth generelle Verhaltensweisen an und geht dann konkret auf den Kauf und das Lagern von Lebensmittel ein.

Die ersten 29 Schritte

  1. Trage wiederverwendbare Einkaufstaschen.
    Für den Supermarkt seit ich denken kann, beim Flohmarktbesuch mittlerweile auch, für den Bäcker und zum Shoppen muss ich es mir noch angewöhnen. Und außerdem ist ja Rucksack und Stofftasche tragen „hipster“ und somit voll in im Moment.
  2. Gib Mineralwasser auf.
    Mochte Sprudelwasser noch nie, und Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause tragen macht niemanden Spaß. Einzige Herausforderung: an die Edelstahlflasche denken, wenn man unterwegs ist. Warum gibt es die Trinkwasserbrunnen aus Rom und Paris nicht auch in München?
  3. Kaufe im örtlichen Bauernmarkt ein.
    Für Obst und Gemüse bin ich schon ausreichend durch die Biokiste versorgt, absolut ohne Verpackung. Aber da ich noch nach einer verpackungsfreien Lösung für Käse und ggf. auch lose, trockene Lebensmittel wie z.B. Nüsse suche, werde ich einen oder mehrere der über 40 Wochenmärkte in München ausprobieren.
  4. Sage nein zu Plastikverpackungen.
    Bei Lebensmitteln zu so gut wie allem (Ausnahmen: Quark, Käse, Schokolade, Kaffee), bei Kosmetik und Putzmitteln bisher nur zu wenigen Ausnahmen („Optimierungspotenzial“), bei anderen Produkten gebe ich mein Bestes.
  5. Kaufe so oft wie möglich lose Ware.
    Hier hätte ich bitte ganz dringend Tipps, wo ich das in München machen könnte! In Berlin wird in zwei Wochen ein Laden (Original Unverpackt) eröffnet, der das Abfüllen von Ware in eigene Behälter ermöglichen wird. In Müchnen gibt es, etwas ungünstig gelegen und leider nicht immer geöffnet, bereits einen klitzekleinen Laden der bereits diesem Konzept nachgeht: Plastikfreie Zone. Dort werde ich demnächst auch wieder hin, denn mein Dinkelreis ist aus. Aber wisst ihr noch von anderen Reformhäusern, Bioläden, anderen Geschäften, in denen man lose Ware in wiederverwendbare Behälter abfüllen kann?
  6. Verzichte auf Limonaden, Säfte und andere Getränke in Plastikflaschen.
    100% erfüllt.
  7. Kaufe frisches Brot, das entweder in Papiertüte oder ohne Tüte angeboten wird.
    100% erfüllt. Vor meinem Start ins plastikfreie Leben hatte ich jede Woche 1 Tüte Toastbrot gekauft. Daraus ist jetzt Knäcke geworden. Zum Wohle meiner Verdauung.
  8. Bringe Behälter für Beeren, Tomaten, etc., zurück zum Bauernmarkt zur Wiederverwendung.
    Ich werde es ausprobieren!
  9. Nimm deine eigenen Behälter für Fleisch und zubereitete Lebensmittel mit.
    Fällt aufgrund meiner vegetarischen Ernährungsweise weg.
  10. Entscheide dich für Milch in Mehrwegglasflaschen.
    Jap. Und die bringt der Ökokistenmann zusammen mit dem Jogurt in Pfandglas und holt sie auch wieder ab. Kein Pfandflaschenstress.
  11. Kaufe große unverpackte Käselaibe.
    Ähm… Ich finde, das schießt etwas über das Ziel hinaus.
  12. Versuche, nur Wein abgefüllt in Glasflaschen mit Naturkorken zu kaufen.
    Schön wärs. Aber mittlerweile gibt es Wein fast ausschließlich mit Schraubverschlüssen.
  13. Verzichte auf Tiefkühlfertiggerichte.
    100% erledigt. Lediglich TK-Beeren oder -Spinat, und das auch nur sehr sporadisch. Eis in der Eisdiele zusammen mit Freunden zu essen, macht auch mehr Spaß.
  14. Verzichte auf Kaugummi.
    Erst vor kurzem habe ich mir beim Kaugummikauen gedacht, wie skurill es eigentlich ist, auf aromatisiertem Plastik herumzukauen. „Pfefferminzpastillen“ der Einkaufsliste hinzugefügt.
  15. Nimm deine eigenen Behälter mit, um Essen am Imbissstand oder Reste [im Restaurant] darin einpacken zu lassen.
    Das wäre gestern ganz gelegen gekommen. Da ich gutes Essen wegwerfen viel schlimmer finde, als Verpackungsmüll zu verursachen, habe ich mir die Reste meiner Käsespätzle gestern einpacken lassen: in einen Styroporbecher (!) mit Plastikdeckel. Lektion gelernt. Die Plastiktüte habe ich gleich dort gelassen.
  16. Nimm einen Reisetrinkbecher oder eine Wasserflasche aus Edelstahl für Kaffee und andere Getränke mit, wenn du draußen unterwegs bist.
    Ich muss schon zugeben, dass seitdem ich in Italien gelebt habe, mein Kaffeekonsum extrem in die Höhe geschnellt ist. Da Kaffeetrinken an der Bar nicht üblich ist in Deutschland, ist es also leider immer ein Coffee-to-go im Becher (ohne Deckel, versteht sich). Heute Reisetrinkbecher gekauft, wird hoffentlich auch immer mitgeführt.
  17. Nimm wiederverwendbares Geschirr und Glastrinkhalme mit.
    Zum Picknick im Park oder in die Berge: gerne. Aber sonst… Glastrinkhalme sowieso nicht.
  18. Sage „Nein“ bei der Pizzabestellung zu dem kleinen Kunststoff-„Tisch“ in der Mitte des Pizzakartons.
    Dinge gibt’s in Amerika…
  19. Gönne dir ein Eis in der Waffel.
    With pleasure!
  20. Bewahre dein eigenes wiederverwendbares Geschirr im Büro auf.
    Gottseidank nicht notwenig in Deutschlands Kantinen, Mensen und Kaffeeküchen.
  21. Transportiere Snacks in wiederverwendbaren Behältern aus Edelstahl oder Stofftaschen.
    Modifikation: wiederverwendbare Behälter aus Plastik, manchmal aus Glas.
  22. Entscheide dich für einen wiederverwendbaren Sandwich/Snack-Beutel aus Stoff.
    Ich habe doch schon eine Lunchbox, warum dann noch ein Snackbeutel?
  23. Entscheide dich für Lebensmittelbehälter aus Glas und Edelstahl und verwende das wieder, was du bereits hast.
    Glas: check, Edelstahl: check, was ich bereits habe: check (siehe 21.)
  24. Lerne, wie du Lebensmittel ohne Kunststoff aufbewahrst.
    Beständiges neu dazu lernen, und dazu schreibe ich sicherlich auch bald etwas.
  25. Vermeide Kochgeschirr mit Antihaftbeschichtung.
    Kochspaßbremse!
  26. Entscheide dich für einen Mixer aus Glas.
    Nichts geht über meinen minimalistischen Edelstahl-Stabmixer!
  27. Schleudere deinen Salat ohne Kunststoff.
    Kein Salat, kein Schleudern.
  28. Entscheide dich für einen Eiswürfelbehälter aus Edelstahl.
    Keine Eiswürfel, kein Eiswürfelbehälter.
  29. Verwende Eis-am-Stiel-Formen aus Edelstahl.
    Kein Eis zu Hause (siehe 13.), keine Eis-am-Stiel-Formen.

7 Tage, 7 Aufgaben

Was lerne ich daraus? Folgende 7 Dinge werde ich bis nächsten Donnerstag bzw. bei Bedarf noch umsetzen:

  • Auf dem Bauernmarkt einkaufen.
  • Versuchen, Käse und vielleicht sogar Quark ohne Verpackung zu kaufen und in ein mitgebrachtes Gefäß geben lassen. Entweder auf dem Bauernmarkt, im Käseladen um die Ecke oder im Bioladen.
  • Bei Schokolade öfter mal zu Lovechock im Bioladen greifen. Kaffee-Alternativen (Espressopulver, am besten fairtrade) werde ich wohl nicht finden, oder? Ich frage trotzdem mal bei Tchibo, Dallmayer und anderen Kaffeeröstereien nach.
  • Am Putztag ausschließlich mit Mittelchen putzen, die ich ohne Plastikverpackung bekomme
  • Googlen und geziehlt nachfragen, ob es nicht doch einige andere Läden gibt, die ausgewählte Ware lose verkaufen.
  • Kleineren Foodbehälter besorgen und zu künftigen Essensverabredungen mitnehmen.
  • Blogartikel zum Aufbewahren von Lebensmitteln ohne Plastik schreiben.

Vorschau

Nächste Woche werden wir die nächsten 30 Punkte durchgehen, wo es um die Themen Selbermachen, Kosmetik und Putzmittel geht.

 

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