Lebensmittel plastikfrei einfrieren

Wie kann man Lebensmittel ohne die klassischen Plastikgefrierbeutel oder Plastikbehälter aber ohne Gefrierbrand einfrieren?

Biomüllbeutel: nein

Zuerst versuchte ich mich an meinen Vorrat an Biomüllbeuteln, die zwar offiziell kompostierbar sind, man aber dann doch aus dem Biomüll rausgefischt und verfeuert werden würden. Leider nahmen die Lebensmittel ziemlich schnell den leicht muffeligen Geruch der Beutel an und ich habe Bedenken, dass Lebensmittel auf diese Weise und auf Dauer nicht doch einen Gefrierbrand bekommen. (Anders sieht es wahrscheinlich aus mit extra dafür produzierten Frischhaltefolien.)

Im Glas: JA!

Also durchforstete ich die vielen Plastik-frei Blogs und fand diesen ermutigenden Artikel auf Leben ohne Plastik. Anscheinend kann man auch gefahrlos leere Schraubgläser verwenden. Das funktioniert wirklich super! Das Glas bleibt ganz, die Lebensmittel werden hart und vereisen nicht. Für kleine Portionen ist das nun meine bevorzugte Art einzufrieren. Somit wird bei mir aus Einwegglas Mehrwegglas.

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Tiefgekühlte Brombeeren im Glas

Behelfslösung Brottüte + Plastiktüte

Gerne habe ich zum Frühstück hin und wieder auch frische Semmeln. Daher hole ich mir beim Bäcker immer eine größere Menge an Semmeln (wenn möglich, vorbildlich ohne Tüte, sondern sofort in den Stoffsack), packe die in eine alte Brottüte und diese wiederrum in eine sehr stabile Plastiktüte, die sobald auch nicht kaputt geht. Das ganze kann ich ca. 5-6 mal wiederholen, bis mir die Papiertüte dann doch zu weich wird und ich sie lieber durch eine neue alte ersetze. Die Plastiktüte ist aber immer noch die gleiche (von der Panettone vom letzten Weihnachten in Rom).

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TK-Semmeln vom Bäcker ohne Plastiksünde

Ein ähnliches Prozedere mache ich mit vorbereiteten Teigportionen, da man die schlecht aus einem Glas pulen kann. Hier bieten sich die beschriftbaren (!) Ziplocks an, damit es mir nicht wieder passiert, dass ich Pizzateig für Zwetschgendatschi verwende (wobei das dann doch ausgezeichnet geschmeckt hat).

Stoffbeutel: naja

In Blogkommentaren habe ich davon gelesen, dass man Brot auch in Stoffbeuteln tiefkühlen kann. Da habe ich doch so meine Bedenken, ob hier nicht Gefrierbrand auftauchen könnte. Gut, es liese sich argumentieren, dass die Semmeln bei mir nur max. eine Woche im Tiefkühlfach sind und es sich ja nicht um Fleisch handelt. Aber die Tüte ist nun mal da, der Stoffbeutel nicht. Punktum.

Upcycling

Für die Bastelfreunde unter euch hab ich hier noch ein Upcycling-Schmankerl aus altem Tetrapak.

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Ein Gedanke zu “Lebensmittel plastikfrei einfrieren

  1. Einfrieren ist definitiv ein kleines Problem, vor allem, wenn man wirklich viel hat. Gläser hätte ich genügend, aber alles braucht viel mehr Platz, weil die meisen Gläser rund sind.

    Da hilft auch kein sich fragen, wie hat man das vor Zeiten von Plastik gemacht, weil damals gab es auch keinen TK-Schrank.

    Kleine Sachen in Gläser, Essensreste teilweise in Glasdosen, in denen man auch gleich aufwärmen kann. Meine TK-Dosen aus Plastik habe ich dann aber doch behalten. So spare ich wenigstens Einwegplastik zu Gunsten von Mehrwegplastik.

    lg
    Maria

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