Review Teil 2 von “100 Schritte in ein plastikfreies Leben”

Letzte Woche endete das zweite 7-Tage-Intervall, in dem ich mich intensivst mit der Vermeidung von plastik- und alufreien Verpackungen beschäftigt habe. Zu Beginn des zweiten Teils habe ich mir aus der 100-Punkte-Liste von My Plastic-free Life 7 Dinge heraus gesucht, die ich kaufen wollte. Was ist dabei rausgekommen?

Plastikfreie Shoppingliste

  •  Sojabohnen: auf dem Viktualienmarkt gekauft und daraus Sojamilch & Okara hergestelltSojabohnen-aufweichen
  • Rasierapparat und Rasierklingen: Plastik verursachen um Plastik zu vermeiden? Ist das Sinn der Sache? Nun ja, ich habe jetzt jedenfalls auch so ein rosa Plastikding mit austauschbaren Rasierklingen und die Plastikumverpackung gleich im Supermarkt gelassen.
  • pflanzliche Arznei: im (Heil-)Kräuterladen habe ich drei Sorten Tee gekauft – einen gegen Kopfschmerzen, dessen Wirksamkeit noch nicht getestet werden konnte, einen gegen schlechte Haut, dessen Wirksamkeit sich schon gezeigt hat und einen Tee gegen Schlaflosigkeit, dessen Wirksamkeit wünschenswerterweise nicht getestet werden muss. Außerdem steht für Pickel-Notfälle nun ein Wildrosenöl in der Glasflasche im Badschrank – ebenfalls wirkungsvoll.
  • Stofftaschentücher: im Kaufhof in der Kurzwarenabteilung – die Praxistauglichkeit wird unter Versuch gestellt, sobald der Altweibersommer vorbei und die Schnupfenzeit da ist.
  • Lotion/Lippenbalsam: Lippenbalsam, Shampooseife und Sheabutter-Seife (letzteres als Geschenk) entweder in Papierverpackung oder wiederauffüllbaren Döschen bei Lush
    Lush-Kosmetik
  • Backpulver im Pfund: habe ich im Einzelhandel nicht gefunden; in der Apotheke nach einer Packung Backpulver zu fragen, erscheint mir dann doch etwas skurril
  • Ersatz für Wattepads: zwar waren Wattepads nicht in der 100-Punkte-Liste, aber sind mein größter Müllanteil derzeit (3 pro Tag, 90 im Monat) – leider noch nichts im Einzelhandel gefunden, das mir für das Auftragen von Gesichtswasser bzw. Make-up-Entfernung zusagt.

Fazit

Um in Sachen Kosmetik möglichst verpackungsfrei unterwegs zu sein, benötigt es auf jeden Fall einer minimalistischen Lebenshaltung und Vorplanung. Lebensmittel bekommt man relativ einfach ohne Plastik- und Aluminumverpackung, soweit man bereit ist, auf einige Lebensmittel bzw. Marken zu verzichten.

Kosmetik allerdings wird selbst von Naturkosmetikherstellern fast ausschließlich in Plastiktuben verkauft, im Bioladen oder Naturkostladen finden sich keine Alternativen. Ja, es gibt Creme in der Dose – die blaue Nivea Dose ist allerdings auch nur aus Aluminium, ebenso wie die große Bandbreite an Natur-Allzweckcremes! Ja, es gibt Cremes im Glas – aber immer mit Plastikdeckel! In vielen Fällen kann man auf Seifen auf pflanzlicher Basis zurück greifen (zum Händewaschen, anstelle Duschgel, …), die sich auch eine Weile lagern lassen. Seifen bekommt man glücklicherweise ohne viel Verpackungsschnickschnack, aber nicht überrall. Und für viele andere Belange kann man auf wiederverwendbare Alternativen zurückgreifen (z.B. Menstruationstasse anstatt Tampons). Dafür benötigt man anfangs etwas Zeit und Muse, sich mit den Dingen auseinander zu setzen und sich an veränderte Verhaltensweisen zu gewöhnen. Als Belohnung vereinfacht dies aber in einigen Belangen den Alltag.

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3 Gedanken zu “Review Teil 2 von “100 Schritte in ein plastikfreies Leben”

  1. Für deinen Wattepadersatz hab ich neulich selbstgehäckelte Pads gesehen, die dann gewaschen werden können. Vielleicht kannst du dir die auch nähen aus alten Tshirts oder alten Handtüchern? 🙂

    Liebe Grüße
    Chrissi

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