Test-Start in die vegane Ernährung

Seit fast 20 Jahren ernähre ich mich vegetarisch, anfangs sehr zum Leidwesen meiner Familie. Mit sechs Jahren war ich mit meinem Papa und meinem Bruder beim Angeln und begriff mit der messerscharfen Logik eines Kindes, dass man erst Lebewesen das Leben nehmen muss, um Fleisch zu essen. In den 90er Jahren konnte man auf dem bayerischen Land nicht wirklich viel damit anfangen. Mittlerweile ist vegetarisches Essen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, gefühlte 90 % meiner Freunde bezeichnen sich als „Flexitarier“ und vegane Restaurants boomen in den Städten.

Sommer 1995 - "Beute" vom Angeln auf dem Ammersee

Beute vom Angeln auf dem Ammersee – der Bruder stolz, die Schwester angeekelt (Sommer 1995)

Der gut informierte, interessierte Bürger kann außerdem einige Gründe aufzählen, warm auch Eier und Milch nicht tierleidfrei zu haben sind. Als ich vor einigen Tagen auch noch gelesen habe, dass Milchprodukte für Akne verantwortlich sein könnTen, beschloss ich, es einmal testweise mit der vollkommen veganen Ernährung zu versuchen. Derzeit brauche ich alle nicht-veganen Lebensmittel auf und werde nur vegane Lebensmittel nachkaufen. Aber wie bereitet man sich sonst darauf vor?

  1. Zutatenlisten checken und auf E-Nummern achten. Vegetarisch einzukaufen ist für mich logischerweise kein Problem. Solange ich nicht auf Zusatzstoffe achte. Nun geht es also darum, soweit die Vegan-Blume nicht auf dem Produkt ist, Zutatenlisten auf Eier, Milch, und E-Nummern zu checken.
  2. Ganz oder gar nicht. Vegan leben muss meiner Meinung nach keine Grundsatzentscheidung sein und ich halte es hier ähnlich wie Deutschlands derzeit bekanntester Veganer Attila Hildmann. Zwar spielen bei mir weitere Kriterien in die Entscheidung, meine Ernährung Tierproduktfrei zu halten eine Rolle (neben Gesundheit auch moralische Befindlichkeit), und versuche, auch vegane Kosmetik zu verwenden (Tierversuchs- und E-Nummernfrei). Doch bei Kleidung muss ich dann leider passen. Viel zu sehr gefallen mir die Materialien Wolle und Leder, achte dabei aber sehr auf Qualität und Langlebigkeit.
  3. Guter Ersatz. Eier brauche ich schon länger nicht mehr. Mit „Vegan, regional, saisonal“ habe ich mir aus meiner Slow-Food-Motivation heraus vor gut einem Monat ein wunderbares veganes Kochbuch gekauft, dass meinem Geschmack fast voll entspricht. Zum Backen gibt es außerdem eine Vielzahl an Alternativen zum Abwandeln traditioneller Rezepte, die Peta auf dem „Ultimativen veganen Backpapier“ vorstellt. Soja- und Getreidemilch lässt sich wunderbar selbst herstellen, wenn man die Zeit dafür aufbringen kann. Aber die hat man ja nicht immer… Pflanzliche Margarine kommt für mich auf Grund des eingesetzten Palmfetts nicht in Frage. Da bin ich mal gespannt! Und wie soll ich nur meinen geliebten Käse (vor allem Feta) ersetzen?
  4. Tipps von anderen. Vegane Rezepte zu finden, stellt keinerlei Problem dar. Aber auf was man bei der veganen Ernährung noch achten sollte (bspw. Vitamin B12 Mangel), muss ich erst noch herausfinden. Daher werde ich in Blogs wie Vegan Guerilla, twoodledrum, Veganpassion, eat this!, Veggie Love, vegan sein, Deutschland is(s)t vegan, Claudi goes vegan, A very vegan life demnächst nach allgemeineren Tipps suchen.

Habt ihr Links/Tipps? Dann bitte her damit ins Kommentarfeld!

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2 Gedanken zu “Test-Start in die vegane Ernährung

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