Erste Erfahrungen mit veganer Ernährung

Viel Spaß beim Anders Sein! (zit. Mama)

Dankeschön, habe ich! Nach den ersten Tagen veganer Ernährung kann ich die Begeisterung anderer Veganer über die damit einhergehende körperliche und mentale Fitness nur teilen.

Mein Dauerfeind, der nachmittägliche Heißhunger hat sich aus dem Staub gemacht. Es fällt mir leichter, stundenlang an meiner Abschlussarbeit konzentriert zu schreiben. Ob ich Gewicht verloren habe, kann ich zwar nicht sicher sagen, aber es fühlt sich so an. Natürlich kann das am farbenfrohen, goldenen Oktober liegen, aber meine Stimmung ist auch locker-flockig-leicht und unbeschwert. Und so schwer wie befürchtet fiel es mir nicht, Milchprodukte und Eier aus meinem Speiseplan zu verbannen.

Morgens esse ich nun anstatt Brot mit Butter/Quark und Marmelade ein Müsli mit Nüssen und Früchten. Nach kurzer Recherche im Internet fand ich ein Rezept zur Herstellung von Reismilch, und das hat wunderbar geklappt! Auf die Reismilch hatte ich mich schon sehr gefreut. In Italien kostet die Biomilch so viel wie die Reismilch und beides bekommt man nur in Tetrapak oder Plastikflaschen. Deshalb fiel die Entscheidung beim Einkaufen einmal auf Reismilch, und da die so superlecker im Müsli ist, blieb ich die restlichen fünf Monate in Rom dabei. In Deutschland griff ich dann wieder zur günstigeren in Glasflaschen erhältlichen Kuhmilch. Damit ist jetzt Schluss!

Formaggio, amore mio! Noch vermisse ich den Käse nicht so sehr. Aber ich denke das ist nur eine Frage der Zeit. Als ich gestern auf der Suche nach Sojajogurt im Kühlregal Scarmozza entdeckt habe, hat mir das einen kleinen Stich ins Herz gegeben. Aber der vorübergehende Verlust von Feta, Bergkäse, Ziegenfrischkäse und Co. auf dem Speiseplan ist gerade noch sehr erträglich. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf etwas Wichtiges verzichten müsste.

Und dann fiel mir auf: seit Tagen habe ich kaum Eiweiß mehr gegessen. Ups… Reisdrinks sind ja quasi eiweißfrei und so ganz ohne Quark und Käse im Kühlschrank hätte ich mir eigentlich schon früher Gedanken machen müssen, wie ich meine bisherigen Proteinquellen substituieren kann. Die Theorie ist mir bekannt: Hülsenfrüchte, Pilze, Nüsse, Kerne und Getreide. Hauptsächlich beziehen Veganer ihre Proteine aber aus Hülsenfrüchten. Nicht, dass mir die nicht schmecken würden. Ich habe einfach null Ess- und Kocherfahrung damit und weiß nicht, was ich in der Küche mit Linsen, Bohnen, Tofu und all den tollen Dingen anstellen soll. Zum Mittag gab es Soja-Geschnetzeltes, das war einfach! Aber halt auch so ein Convenience-Food (wie es ernsthaft beim Edeka über den Regalen steht!), worauf ich eigentlich keinen Bock habe.

Ohne Nahrungsergänzungsmittelchen geht es leider auch nicht so einfach. Jane hat einen wunderbar verständlichen und aufschlussreichen Artikel über bei veganer Ernährung geschrieben und bestätigt, was ich bereits in verschiedenen Quellen gelesen habe: Vitamin B12 muss supplementiert werden. Dafür gibt es zum einen Tabletten, und zum anderen sind viele Soja- und Getreidedrinks mit B12 (und Kalzium) angereichert. Da mir die Zutatenlisten selbiger aber etwas zu lang sind und ich sonst (mittlerweile) eine ziemlich ausgewogene Ernährung habe, versuche ich es vorübergehend mit den Vitamintabletten.

Forschungsschwerpunkte die nächsten Tage: Zubereitung von Hülsenfrüchten und anderen Getreidedrinks. Ich bin gespannt, was ich im Vegan-Kochkurs in zwei Wochen lernen werde.

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2 Gedanken zu “Erste Erfahrungen mit veganer Ernährung

  1. Aus Tofu kannst Du sehr viel mache, ob gebraten mit Panade es gibt Eiersatz im Reformhaus, ob in selbst gemachten Wraps, in Süßspeisen oder klein geschnitten in Eintöpfen und Nudelsoßen, ich ess zwar nicht Vegan, bin aber Mischköstler und hab schon viel Tofu gefuttert, auch auf öffentl. Buffett kam er schin zu Einsatz, je nach dem was Du vor hast gibt es entsprechende Produkte, ob pur oder Verarbeitet, ich bevorzuge die Pure Variante und bastel selber etwas damit. Mit Hülsenfrüchten kann man auch unendlich viel machen, ob Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, gibt nur Unterschiede ob sie frisch verwendet werden und zum Teil noch geschält werden müssen, oder getrocknet gekauft wurden und noch eingewicht werden müssen, aber davon gibt es auch schnelle Varianten, wers eilig hat kann auch TK Ware kaufen oder im Glas oder Dose je nach gusto. Schnell Vegan kann man auch mit Getreide kochen sprich Couscous, Bulgur, Gies etc… Auch gibt es Magarine ohne Palmfett, man muss halt viel lesen, meist ist es Sonnenblumen oder Rapsmagarine.

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    • Hey Manuela, danke für deinen Kommentar! Ja, das ist die Theorie dazu, die mir ja bekannt ist. Nur habe ich kein „Training“ im Zubereiten von Hülsenfrüchten und ich koche nicht gern nach Rezept… Tofu ist jetzt allgemein nicht ganz soooo mein Fall. Verarbeitete Produkte vermeide ich wo es nur geht.

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