SelbermachSonntag: Reismilch

Reismilch, oder genauer ausgedrückt: Reisdrinks, selbst herstellen lohnt sich! Zeitlich und finanziell, aber auch für die Umwelt. Reisdrinks bekommt man im Einzelhandel leider nur in Tetrapaks. Man kann sie aber auch quasi verpackungsfrei konsumieren. Alles was man dazu braucht, ist Reis, Leitungswasser und etwas Salz und Zucker. Bis aus Reis ein Reisdrink wird, braucht es (nur) 40 min, davon köchelt der Reis 25 min vor sich hin und einen Teil des Abendessens hat man am Ende auch schon zubereitet.

Reisdrinks haben einen geringen Fett- und einen hohen Kohlenhydratgehalt. Wer am Morgen davon ein Glas trinkt oder in sein Müsli gibt, der hat Energie für den ganzen Tag. Leider haben Reisdrinks so gut wie keine Mineralstoffe (brauner Reis zumindest mehr als weißer).

Fakten zum Inhalt

Für ca. 1,5 Liter Reisdrink verwende ich…

Zutaten: 1 Tasse Naturreis (ca. 230 g), 7 Tassen Wasser (ca. 2 l), 1 Prise Salz, 1 TL Zucker

Küchengeräte: Tasse, Topf, Stabmixer, Sieb, Schüssel, Flaschen zum Abfüllen

Das ist im selbstgemachten Drink drin: Wasser, Reis, Zucker (Saccharose), Salz

Das ist im gekauften Drink drin*: Wasser, Reis, Zucker (Maltodextrin und Gellan), Salz, Sonnenblumenöl, E 340 (Dikaliumphosphat als Säureregulator) und angereichert mit E 341 (Tricalciumphosphat, 120 mg Calcium pro 100 g), und Vitaminen (0,38 µg B12 und 0,75 µg D2 pro 100 g). (*laut Zutatenliste, nicht geordnet)

Was man jetzt von E-Nummern und die Einnahme von Phosphaten über Nahrung hält, muss hier jeder selbst entscheiden. Dass auf der Verpackung aber mit „ohne Zuckerzusatz – enthält von Natur aus Zucker“ geworben wird, aber gleich zwei Zuckerarten enthalten sind, ist grenzwertig eine Frechheit und ein Fall für Foodwatch, finde ich. Somit kommt der gekaufte Drink auf 3,9 g Zucker (9,5 g Kohlenhydrate) pro 100 g. Der selbstgemachte Drink enthält etwa ein Zehntel von dieser Menge. Und schmecken tut’s trotzdem.

Und nun noch die Kosten: für den selbstgemachten Drink muss man in etwa 0,40-0,55 Euro ausgeben (für 1,5 Liter: 60-80 ct für den Reis, 1-2 ct für Zucker und Salz, < 1 ct für Wasser + Kosten für Energie und Spülwasser), der Reisdrink im Supermarkt kostet 2,60 Euro – das Vier- bis Sechsfache!

Herstellung

Meinen ersten Versuch machte ich mit Basmatireis, weil gerade nichts anderes da war. Das Ergebnis war ok, aber Basmatigeschmack im Müsli ist eher nicht so mein Fall. Die Zubereitung war eine schwierige Angelegenheit, weil Basmati so unheimlich klebt. Der zweite Versuch lief wie am Schnürchen mit Natur-/Vollkornreis.

Zubereitung von Reismilch:

  1. 1 Tasse Naturreis mit 2 Tassen Wasser, 1 Prise Salz und 1 TL Zucker kochen, bis das Wasser verdampft ist (dauert ca. 25 min, am besten nebenbei die anderen Zutaten fürs Hauptgericht vorbereiten).
  2. 2 Tassen warmes Wasser hinzufügen und das Ganze ordentlich pürieren.
  3. Weitere 2 Tassen Wasser hinzufügen, durchmischen und Flüssigkeit nach und nach durch ein Sieb in eine Schüssel abseihen.
  4. Den Reisbrei, der im Sieb zurückbleibt, zur Seite nehmen für ein leckeres Hauptgericht.
  5. Möglicherweise die abgefangene Flüssigkeit nochmals abseihen – je nach Grobheit des Siebes kommt mehr oder weniger Festes durch, was sich aber in der Flasche auch ablegt.
  6. Nach Wunsch süßen, abfüllen, abkühlen lassen, genießen.

Nebenprodukt als Hauptgericht: Reispuffer für 2 Personen

  1. Zwei Portionen Gemüse reiben (z.B. 1 Kohlrabi – etwas salzen, einwirken lassen, und Flüssigkeit auspressen)
  2. Geriebenes Gemüse und Reisbrei mit 1-2 EL Mehl mischen.
  3. 6 Puffer formen und in der Pfanne in Öl ausbraten.

Guten Appetit und Prost!

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6 Gedanken zu “SelbermachSonntag: Reismilch

  1. Mein Reisdrink enthält keinen Zucker, kommt wohl auf die Marke an. Wichtig ist auch die Nährstofftabelle richtig zu lesen, ob es sich um zugesetzten Zucker handelt oder den Reiseigenen, den Kohlenhydrathe werden im Körper zu Zucker umgewandelt. zu viel Zucker beim Gesunden als Fett eingelagert. Eine Tasse Reismilch reicht einem Gesunden Durchnittsmenschen nicht an Kohlenhydraten, schon bei leichter Büroarbeit würde er ermüden oder umkippen.

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