Vorratsschrank-Räum-Challenge – noch schnell aufspringen

Durch den Teil der Blogwelt, dem ich folge, geistert gerade die Use-up-along Challenge: der Versuch, all seine Lebensmittel im Vorratsschrank bis Ende Februar aufzubrauchen. Dieser Herausforderung stelle ich mich derzeit aus pragmatischen Gründen, da ich im Februar mein derzeitiges Habitat verlassen werde, und natürlich sehr daran interessiert bin, möglichst wenig von A nach B und im schlimmsten Fall dann noch nach C herum zu schippern.

Lustig ist es schon, dass scheinbar die meisten mit den gleichen Kategorien zu kämpfen haben (auch ich):

  • Hülsenfrüchte und Getreide sowie deren Mehl
  • Fertigprodukte (Eintöpfe, Backmischungen, oder bei den Veganern oft Sojazeug – Sojaflocken, Sojagranulat, Tofu, Sojasahne, …)
  • Backzutaten & Gewürze
  • Exotisches Zeug (Sojasoße, Noriblätter, Reisessig, Sesampaste, Thai Curry-Paste …) – da bin ich raus *freu*

Es wird in den Kommentaren häufig erwähnt, aber lieber einmal zu viel als zu wenig: bevor ihr euch zu Tode müht, irgendwelche Zutaten zu verarbeiten und das Ergebnis dann eigentlich gar nicht so mögt, denkt doch direkt über Foodsharing nach. Vielleicht findet sich ja tatsächlich jemand in der Nachbarschaft, der das Zeug braucht.

Würde ich im Vorratsschrank nur die Lebensmittel haben, die ich fast täglich esse/trinke, würde vom derzeitigen Tohuwabohu nur noch das übrig bleiben: Nudeln, Dinkelreis, Pinienkerne oder Zedernnüsse, Kräutertee + Teefilter, Knäckebrot, zarte und kernige Haferflocken (leider momentan ohne Leinsamen, Kerne oder so etwas), Kaffee, ganze Mandeln und ganze Haselnüsse.

UseUpAlong1Hülsenfrüchte sind des Veganers Eisenlieferant und Getreide kann auch anders als immer nur Nudeln. Also besitze ich braver Weise: Linsen, Kichererbsen sowie Kichererbsenmehl (= Falafelmehl), Reis, Amaranth, Hirse. Ich weiß, dass ich damit mehr kochen sollte. Es täte mir gut und würde Abwechslung auf den Teller bringen. Aber ich muss mich immer noch daran gewöhnen. Die vorrätigen Mengen würden also stimmen, nur die Umschlagshäufigkeit sollte ich erhöhen (bzw. das Zeug muss weg, bevor ich umziehe).

UseUpAlong2Puh, bin ich froh, dass von der Kategorie „Fertigzeug und vermeintlich-gute-Veganer-essen-viel-Soja“ nicht so viel da ist: Suppenmischung und Safranrisotto als Mitbringsel aus Rom, Apfelmus, Sojabohnen, Sojageschnetzeltes (einmal und nie wieder; ehrlich, wer braucht das?) und Sojasoße.

UseUpAlong3Ja, die Kategorie Süßigkeiten… Da bin ich eigentlich unschuldig, denn alles auf der rechten Seite wurde mir in den letzten Wochen geschenkt, die Kekse in der Mitte und die Nutella sind obligatorische Importe meines Kurzurlaubs in Italien über Silvester, die letzten Plätzchenreste sind mittlerweile verputzt und die Hanfcracker waren ein groooooooßer Fehlkauf. Bäh! Und mit überflüssigem Plastikfenster. (Plan: Kekse mit vielen leckeren Zutaten backen.)

UseUpAlong4Und hier sehen wir die Hausapotheke: Tee gegen Halsschmerzen, Tee gegen Kopfschmerzen, Tee gegen Einschlafschwierigkeiten und noch ein kleines Präsentchen (trinke ich gerade leer). Was ich mit den Apfelstückchen mache, weiß ich noch nicht. Was ich ursprünglich damit vor hatte, leider auch nicht mehr.

UseUpAlong5Und zu guter Letzt, das Gewürz/Öl/Back-Fach: getrocknete Chili (fast ZU scharf, sonst wären die schon längst weg), Worcester-Soße (warum??), Kürbiskernöl, Rosenwasser, Nelken, Kardamom, Vanille, Zimt, Gewürzmischungspröbchen, div. Backtriebmittel, Agar Agar, Oblatten.

UseUpAlong6 UseUpAlong7Mehl, Zucker, Salz & Pfeffer, getrocknete Kräuter, gängige Öle & Essige teile ich mit meiner Mitbewohnerin. Kühlschrank und Tiefkühlfach dienen als Umschlagsplatz für Frisches und Essensreste und nicht als Vorratsplatz.

Dann bin ich ja jetzt durch. Gar nicht so schlimm.

Meine Herausforderungen: Hanfcracker, Apfelstückchen, Worcester- und Sojasoße, Agar Agar. Wenn mir bis Ende Januar nix einfällt, versuche ich‘s über Foodsharing.

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8 Gedanken zu “Vorratsschrank-Räum-Challenge – noch schnell aufspringen

  1. Ich habe das von Mitte Oktober bis Ende November 2013 gemacht. 6 Wochen lange habe ich nur das Allernötigste gekauft wie Eier und Milch. Alles andere kam aus dem Vorrat. Mit eine sehr guten Strategie konnte ich innerhalb von 2 Jahren wirklich fast alles aufbrauchen und kaufe jetzt wirklich nur noch das, was ich benötige.

    Das bringt schon echt was!

    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    lg
    Maria

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  2. Das wirkt schon beeindruckend wenig!
    Ich hatte unglaublich viel rote Linsen, jetzt ist nur noch ein Glas über – rote Linsensuppe sei Dank.
    Hast du Foodsharing schon ausprobiert?
    Liebe Grüße
    Nanne

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  3. Pingback: Was es auf dem Blog "konsumexperiment" zu lesen gibt - Sina Jasur

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